Kanterniederlage gegen die Oberwil Rebells


Das zweite Spiel vom Doppelwochenende ging gegen die Oberwil Rebells klar verloren. Den Spielern des SHC Bonstetten-Wettswil war die Müdigkeit des Spiels vom Vortag noch immer anzumerken und schlussendlich waren die Oberwil Rebells auch einfach um Klassen besser. So dominierten sie das Spiel vom Anfang bis zum Schluss.

Schon vor dem Spiel war für alle Beteiligten klar, was zu erwarten war: die Oberwil Rebells würden zu Hause in ihrer neuen und etwas extravaganten "Arena" Druck machen und der SHC Bonstetten-Wettswil sich bemühen, die Schotten dichtzumachen und so lange wie möglich den Angriffswellen der Oberwiler standzuhalten. Dies gelang ihm ziemlich gut, obwohl die Oberwil Rebells von der ersten Sekunde an zünftig Druck machten und die Wettswiler zeitweise schwindlig spielten. Hinzu kam, dass sich innert kürzester Zeit zwei der drei Center verletzten und nur einer der beiden unter Schmerzen weiterspielen konnte, wobei der andere bis auf weiteres verletzt ausfällt. So sah sich der Coach zu einigen Umstellungen gezwungen, welche sich nicht unbedingt positiv auf die Fitness der Spieler und die Ordnung auf der Bank auswirkten. Dennoch konnte man relativ gut mit den schnellen und taktisch, sowie technisch versierten Oberwilern mithalten, indem man ihr Spiel durch viele Icings zunichte machte. Und wenn es dann trotzdem brenzlig wurde, parierte der Zürcher Torhüter stark, bis er in der siebten Minute das erste Mal hinter sich langen musste. In der Folge ging das Spiel in gewohnter Manier weiter: Die Oberwil Rebells kombinierten sich geschickt in die Säuliämtler Zone und verursachten immer wieder ein Durcheinander in der Defensive. Dann kassierte ein Oberwiler die erste Strafe des Spiels. Zwar war darauffolgende Powerplay der Gäste ziemlich ineffektiv (man war vor allem mit Verteidigungsarbeit beschäftigt), trotzdem gelang es Beni Wallin und Lustenberger in einem Rush, die Defensive zu durchbrechen und denn Ball zum Ausgleich einzuschieben. Der Ausgleich währte jedoch nicht lange. Praktisch im nächsten Angriff kamen die Oberwil Rebells glücklich zum erneuten Führungstreffer, indem der freie Schütze das Tor aus nächster Nähe verfehlte und der Ball dann wieder vor das Tor sprang, wo der Stürmer nur noch einzuschieben brauchte. So ging es mit einem 1:2 in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann gleich mit einer unnötigen Strafe gegen die Gäste, welche vom Heimteam jedoch nicht genutzt werden konnte. Das Spiel ging weiter, wie es vorher aufgehört hatte. Die Oberwiler drückten, die Bonstetten hielten dicht, bis in die 25. Minute, als ein verdeckter Schuss an Benelli vorbei ins Tor flog. Dann liessen die Kräfte der Gäste langsam nach und Oberwil erzielte innerhalb von weniger als drei Minuten drei Tore, eines davon sogar in Unterzahl, als ein Oberwiler kurz vor Drittelsende vor dem Säuliämtler Tor sträflich alleine gelassen wurde, sodass er den Torhüter mit einer geschickten Finte austanzen konnte. Die Pause kam den Gästen also gerade gelegen.

Im dritten Drittel war die Müdigkeit den Spielern des SHC BW klar anzusehen. Gegen vorne gelang gar nichts mehr und in der Defensive war man des öfteren überfordert. Die Lage verschlimmerte sich dann noch mehr, als es auf der Bank vorübergehend sehr ungeordnet zu und her ging, was dann in einer Bankstrafe gipfelte. Das darauffolgende Powerplay schien man gut zu überstehen, bis die Oberwil Rebells kurz vor Ablauf der Strafe doch noch Kapital schlagen konnten, um mit 7:1 in Führung zu gehen. Und schon wenige Sekunden nach Wiederanpfiff zappelte der Ball schon wieder im Tor der Gäste, als sich die Defensive wieder überrumpeln liess. Danach plätscherte das Spiel etwas vor sich hin, bis die Oberwiler dann in der 58. Minute mit einem erneuten Doppelpack ein "Stängeli" erzielten. In der letzten Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Zuerst kassierte Fredi Wallin eine 10-Minuten-Strafe, und kurz darauf folgte eine kleinere Keilerei, welche noch zu einem kurzen Powerplay der Gäste führte, welches sie jedoch nicht nutzen konnten.

Schlussendlich war der 10:1-Sieg des Heimteams klar gerechtfertigt. Obwohl die Bonstetter keine wirklich schlechte Leistung erbrachten, zeigten ihnen die Oberwil Rebells ihre Grenzen so klar auf, wie kein anderes Team bisher in dieser Saison. Weder taktisch, noch technisch und schlussendlich dann auch nicht mehr konditionell konnte man mit den Oberwilern mithalten. Ausserdem verlor man zum Teil viel Energie damit, sich auf Irrelevantes zu fokussieren. Auch dass man nur sehr selten gefährlich vor dem Tor der Oberwiler auftauchte, zeigte einmal mehr auf, wo es im Spiel der Zürcher vor allem hapert, schliesslich kann man kein Spiel gewinnen ohne ein einziges Tor zu schiessen.

Am nächsten Wochenende empfängt der SHC BW zu Hause mit dem SHC Bettlach einen weiteren direkten Konkurrenten um die Playoff-Qualifikation und hat jetzt diese Woche Zeit, das Wichtigste zu verbessern und dann den Sack im Rennen um die Playoff-Qualifikation zu schliessen. Der Match beginnt am Sonntag, 18.02.18 um 14:00 Uhr im Moos. Hopp BW!

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